Teleskop

Mehr oder weniger

Die repräsentative Demokratie ist seit jeher eine herrliche Idee. Der Einwand notorischer Kritikaster wie G.B. Shaw oder Rainer Mausfeld, sie verbinde den Anschein der Volksherrschaft mit tatsächlicher Machtausübung durch die so genannten „Eliten“, erscheint demgegenüber geradezu ungehörig.       Die deutschen Bundestagsabgeordneten jedenfalls erfüllen die Aufgaben als Lobbyisten ihrer Wähler und als Kontrolleure der Exekutive so

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Kaleidoskop

Geschenktipp

Manch geplagter Ehemann rätselt immer wieder, was er der ihm Angetrauten zum Hochzeitstag, zum Geburtstag oder zu Weihnachten schenken soll. Hier unser Vorschlag für eine sinnvolle Gabe – deutlich weniger kostspielig als ein Staubsauger, aber ein nahezu gleiches Maß an Begeisterung auslösend. Viel Spaß bei der Übergabe!

Lob des Nasebohrens

Über kaum eine andere menschliche Leidenschaft  ist in Literatur,  Philosophie, Psychologie und in den Medien derart konsequent der Mantel indignierten Schweigens gebreitet worden wie über das Nasebohren. In ihrer Ausgabe vom 14./15. Dezember 2019 hat die Süddeutsche Zeitung das Kleidungsstück dankenswerterweise gelüftet und dabei auch über den beliebten Verzehr der köstlichen Nasenfrüchte berichtet. Noch wunderbarer

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Friedrich der Kleine ?

An dieser Stelle sollte ein anerkennender Artikel über den Triumph des grandiosen Putschisten Friedrich Merz beim Parteitag der CDU in Leipzig erscheinen. Dieser Beitrag muss nach Lage der Dinge leider entfallen. Aber ebenso wie die vernichtende Kritik des plötzlich „loyalen“ Revoluzzers an der GroKO dürfte dies, um mit seinen eigenen Worten zu sprechen, „nur eine

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Fragen über Fragen

Wie Leserbriefe an die NACHTGAZETTE zu „Höllenangst“ vom 1. November 2019 dokumentieren, haben auch Zeitgenossen, die von ihrer direkten Aufnahme in den Himmel überzeugt sind, drängende Fragen. So möchte Joseph („Sepp“) R. aus Traunstein wissen, ob dort auch zumindest gelegentlich ein anständiger Schweinsbraten oder immer nur Manna serviert wird. Sieglinde B. aus Bottrop fragt sich,

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Gustlaf der Große

Wie aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen verlautet, fühlt Olaf Scholz sich dazu berufen, demnächst als Bundeskanzler die Geschicke Deutschlands zu bestimmen. Dieses Gerücht hat nun neue Nahrung erhalten. Dem Vernehmen nach ist Scholz nicht nur tief in seinem  Herzen Buddhist, was angesichts seines gern demonstrierten Gleichmuts wenig überrascht, sondern überdies davon überzeugt, eine Reinkarnation des

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Mikroskop

Fahndungsaufruf

Die Auswirkungen des Fachkräftemangels werden immer ernster. Seit Wochen  wird inzwischen auch ein angestellter Sanitärmonteur aus Frankfurt a.M. vermisst. Er verließ um 7 Uhr morgens seine Wohnung nebst Frau und Kindern, um mit dem Bus zur Arbeit zu fahren, kam dort aber nie an. Die Polizei geht davon aus, dass damit erneut eine Fachkraft von

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Preisverleihung

Nun ist es heraus: Die Stiftung „Gelebter Schwachsinn“ hat dem E-Scooter, auch E-Tretroller genannt, den ersten Preis für das Jahr 2019 verliehen. Unwillkürlich mag mancher da mit den Augen rollen. Hat nicht ein forscher deutscher Staatsmann aus der CSU das Objekt erst vor wenigen Monaten euphorisch als ökologische Wunderwaffe begrüßt und genutzt? Legte er nicht einen

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Verfrühter Selbstmord

Ein zuvor in keiner Weise  auffällig gewordener Ingenieur aus Osnabrück  hat sich  vorgestern abend am Kronleuchter seines Wohnzimmers aufgehängt. Er hinterließ einen Abschiedsbrief, in dem er ankündigte, sich im Selbstversuch sämtliche von den öffentlich-rechtlichen Fernsehsendern an einem Tag dargebotenen Krimis „reinziehen“ zu wollen. Es bleibe abzuwarten, ob sich danach die Vielzahl Gemeuchelter vergrößern werde. Die

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Münchner ausgebürgert

Bereits vor Wochen löste ein lange unbescholtener Münchner Bürger in der Bevölkerung der bayerischen Landeshauptstadt allgemeine Empörung aus, als bekannt wurde, dass er in dem von ihm bewohnten Mietshaus eine ihm nicht näher bekannte Person unaufgefordert gegrüßt hatte. Als er vor einigen Tagen dann noch bei einer Geste des Dankes ertappt wurde, nachdem der Fahrer

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Boskop

Unsere schöne Sprache 3

Unter dem vielfach beklagten Verlust der Artenvielfalt leidet  seit langem auch die deutsche Sprache. Der „Lotterbube“, besonders in der Ausprägung des „Beutelzausers“, das „Nasenfahrrad“, die Farbe „semmelfalb“, „versetzen“ für antworten, der „Waschzuber“ oder der „Abtritt“ zum Beispiel sind längst ins allgemeine Vergessen abgetaucht. Gleiches gilt bedauerlicherweise für das Wort „Rücktritt“, das insbesondere in der Politik

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Unsere schöne Sprache 2

In Juristenkreisen kursiert seit Urzeiten der Spruch „Weihnachtsmann im Sinne des Gesetzes ist der Osterhase.“ Auch in der Wirtschaft, der Politik und vielen Medien sind  derlei Kunstgriffe  mittlerweile üblich geworden. Die Europäische Zentralbank (EZB) ist für die Stabilität des Euro zuständig, aber erst zufrieden, wenn die Inflation 2% jährlich erreicht und sie zusätzlich Negativzinsen erhebt, wobei

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Unsere schöne Sprache

Das Berückende an der deutschen Sprache ist die Vielfalt der Bedeutungen einzelner Wörter oder auch nur der Silben eines Wortes. Beispiel: Wer Steuern nicht zahlt oder verschwendet, entzieht dem Staat Geld. Im ersten Fall hat der Sünder die Fehlbeträge auszugleichen, muss hohe Zinsen darauf entrichten und wird obendrein mehr (einfacher Bürger) oder weniger (Prominenter) bestraft.

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Geisteskranke

Wie erst jetzt bekannt wurde, ist ein ehemaliger leitender Mitarbeiter der Oberbayerischen Wirtschaftsbank AG (OWB) bereits vor Wochen ins Bezirkskrankenhaus Starnberg eingeliefert worden, nachdem er in Wort und Schrift die Meinung vertreten hatte, angesichts des kapitalistischen Elends solle man über den Sozialismus, jedenfalls aber über eine grundlegende Reform der deutschen Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung, doch noch

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